Deutschland lebt längst über seine Verhältnisse.
Nicht, weil die Menschen zu wenig arbeiten – sondern weil der Staat zu viel verteilt.
Ein Land, das immer neue Versprechen finanziert, obwohl es die alten kaum noch tragen kann, steuert auf den Punkt zu, an dem Moral und Mathematik auseinanderfallen.
Der Staat wächst – die Leistung schrumpft
Das ifo-Institut hat es nüchtern vorgerechnet:
Seit 2015 sind die Staatsausgaben um 25 Prozent gestiegen,
während private Investitionen stagnieren.
In Deutschland wächst nur noch eines – der Staat selbst.
Über 5,4 Millionen Menschen arbeiten inzwischen im öffentlichen Dienst.
Lehrer, Beamte, Sachbearbeiter, Verwaltungen, Behörden – alle bezahlt von den Steuern jener, die Werte schaffen.
Rechnet man Löhne, Pensionen und Infrastruktur zusammen, kostet das System rund 270 Milliarden Euro im Jahr.
Allein dafür braucht es 25 bis 30 Millionen Steuerzahler, die ihre Abgaben brav entrichten, bevor sie selbst etwas übrig haben.
Das zweite System: Dauer-Sozialstaat
Parallel dazu trägt der Sozialetat eine zweite, gigantische Last.
Rund 5,5 Millionen Menschen beziehen Bürgergeld.
Etwa 2,6 Millionen davon besitzen keinen deutschen Pass,
insgesamt haben über 60 Prozent einen Migrationshintergrund.
Das Bürgergeld – inklusive Unterkunft, Heizung und Verwaltung – kostet jährlich 70 bis 85 Milliarden Euro.
Dazu kommen Integrations-, Gesundheits- und Bildungsausgaben, die Fachinstitute auf weitere 30 bis 40 Milliarden Euro schätzen.
In Summe reden wir also von rund 100 bis 120 Milliarden Euro, die Jahr für Jahr in den erweiterten Sozialapparat fließen.
Und auch das bezahlt niemand anderes als dieselben Steuerzahler – jene, die arbeiten, investieren, produzieren.
Bei einem durchschnittlichen Netto-Beitrag von 8 000 bis 12 000 Euro pro Jahr braucht es 9 bis 12 Millionen Erwerbstätige, um allein diese Ausgaben zu decken.
Rechnen statt träumen
Addiert man beide Systeme – öffentlicher Dienst und Sozialetat – wird klar:
Mehr als eine halbe Billion Euro pro Jahr fließt in Verwaltung, Versorgung und Umverteilung.
Das ist kein Angriff auf Lehrer oder Bedürftige.
Es ist simple Arithmetik.
Ein Staat kann nur das verteilen, was vorher jemand erwirtschaftet hat.
Wenn aber immer weniger erwirtschaftet und immer mehr verteilt wird, bricht die Rechnung irgendwann zusammen.
Das ist keine Ideologie. Das ist Buchhaltung.
Die Generation, die zahlt
Für meine Generation bedeutet das:
Wir übernehmen ein Land, das sich selbst finanzieren wollte – und dabei sein Fundament aufgezehrt hat.
Wir zahlen die Zinsen der Vergangenheit, die Pensionen der Gegenwart und die Schulden der Zukunft.
Während Schulen verfallen, Straßen bröckeln und Kliniken schließen, wächst der Apparat, der all das verwalten soll.
Wir sind nicht gegen Solidarität.
Aber Solidarität ohne Grenzen ist keine Tugend, sondern ein Rechenfehler.
Ein Staat, der allen helfen will, muss zuerst sicherstellen, dass er dazu überhaupt in der Lage ist.
Schluss: Der Mut zur Grenze
Es ist keine Schande, Prioritäten zu setzen.
Es ist keine Kälte, zu sagen:
Wir können nicht alles finanzieren, was wir gern wären.
Wenn der Staat jede moralische Geste mit Geld bezahlen will, das er nicht hat,
endet er nicht in Größe, sondern im Bankrott.
Unsere Generation wird die sein, die das ausbaden muss – mit höheren Steuern, weniger Chancen und einer Verwaltung, die alles regelt außer Fortschritt.
Vielleicht ist der erste Akt echter Solidarität, endlich wieder ehrlich zu rechnen.







